Psychiatrische Universitätsklinik Zürich
Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen

Selnaustrasse 9
8001 Zürich
044 205 58 00
 abhaengigkeit@puk.zh.ch
 www.pukzh.ch

Das Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen bietet innerhalb eines Standortes umfassende ambulante und teilstationäre Diagnostik und Behandlung von Suchterkrankungen und begleitenden psychischen und somatischen Problemen an.

Erreichbarkeit

Öffnungszeiten

Mo-Fr 8.00-18.00

Öffentlicher Verkehr

Tram Nr. 8 bis Haltestelle «Bahnhof Selnau»

Wegbeschreibung

Bei der neuen Börse

Angebot

Angebot

Ambulanter Bereich:
Die Abklärung und Behandlung von Substanzstörungen und gegebenenfalls zusätzlichen psychischen und körperlichen Krankheiten beinhaltet insbesondere folgende Elemente:
- Spezialsprechstunden für Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen (ADHD); Störungen durch Kokain; Störungen durch Cannabis und "moderne" Drogen; Opiat-Substitutionsbehandlung (Methadon und Subutex)
- Unterstützung bei ambulanten Entzügen
- Medikamentöse Behandlung
- Psychotherapie unterschiedlicher Ausrichtung als kurz- oder längerfristige Einzel-, Paar- und Familientherapie
- Psychosoziale Rehabilitation: Unterstützung bei Arbeits- und Wohnungssuche sowie bei finanziellen Problemen
- Medizinische Versorgung, insbesondere von Abszessen und Wunden, Impfungen, Betreuung speziell auch von HIV- und Hepatitis-infizierten Personen usw.
- Abklärung und Vermittlung von Therapieplätzen, auch als Beratung von Bezugspersonen und professioneller Hilfspersonen
- Gutachtertätigkeit und Durchführung von ambulanten Massnahmen nach behördlicher Verfügung

Teilstationärer Bereich:
Der Behandlungsplan wird individuell aus den folgenden Elementen zusammengestellt:
- Fortlaufende medizinisch-psychiatrische Diagnostik und Behandlung
- Sozialberatung und Integrationsprogramm mit den folgenden Modulen: Standortbestimmung; Prioritäten und Pendenzen; Erarbeitung von Perspektiven; berufliche Neuorientierung; beruflicher Wiedereinstieg; Berufsbegleitung («Supported Employment»)
- Alltagsgestaltung und -bewältigung: Alltagspraktische Fertigkeiten; Freizeitaktivitäten; soziale Kontakte und Kompetenzen
- Gesundheitssprechstunden und -präventionsgruppen: Information zur Krankheitsprävention, zu Wirkungen und Risiken verschiedener psychotroper Substanzen und zur Ernährung
- Kognitiv-verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Gruppenpsychotherapie, Einzelpsychotherapie, insbesondere zur störungsspezifischen Vertiefung, Angehörigengespräche, Entspannungs- und Kreativgruppe

Das Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen unterstützt mit seinem gesamten modularen Angebot (medizinisch-psychiatrische Behandlung und Betreuung, Gruppen- und fokale Einzelpsychotherapie, Integrations- und Sozialberatung, Agogik in Alltags- und Freizeitgestaltung) mit einer individuellen Therapieplanung die Zielsetzungen der Patientinnen und Patienten mit Drogenproblemen zur sozialen und beruflichen Integration.

Betreuungsumfang

Gemäss individueller Therapieplanung; mindestens 2 verschiedene Module an 3 Tagen pro Woche.

Aufenthaltsdauer

Ca. 3 bis 9 Monate, Verlängerung bei Bedarf möglich

Kosten

Übernahme der kantonalen Tagespauschalen durch die Grundversicherung der Krankenkassen.

Behandlungskonzept

Die diagnostischen und therapeutischen Verfahren werden individuell ausgewählt und adaptiert und gemäss dem universitären Auftrag wissenschaftlich evaluiert und weiterentwickelt. Das Zentrum arbeitet vernetzt mit einer Reihe weiterer Institutionen und beteiligt sich auch in diesem Zusammenhang an Forschungsprojekten. Öffentlichkeitsarbeit über Abhängigkeitsstörungen einschliesslich universitärer Lehrveranstaltungen dienen dem Verständnis über und für das Phänomen "Sucht", dessen Ursachen und Folgen.

Betreuungsschlüssel 1:

3

Anzahl Plätze

Ca. 24

Entlöhnung

Keine

Organisation

Kooperationen

- Drop-In Zürich
- Therapiestelle für Drogenprobleme Zürich
- Dualstation PUK Zürich
- PZ Hard Embrach

Finanzierung der Organisation

  • Kanton
  • KK

Qualifikationen Personal

Ärzte/Ärztinnen der Fachrichtungen Psychiatrie und Psychotherapie sowie Allgemeinmedizin; Psychologinnen/Psychologen, Sozialarbeiter/innen, Sozialpädagoginnen/-pädagogen, allgemeine und psychiatrische Pflegefachleute, Sekretariat.
Die meisten Mitarbeitenden verfügen über psychotherapeutische Zusatzausbildungen

Zusätzliche Bemerkung

- Mindestteilnahme an drei Vormittagen pro Woche während der Abklärungsphase
- Modulspezifische Wartelisten je nach Auslastung
- Ambulante Vor- und Nachbehandlung möglich
- Die Tagesklinik für Drogenrehabilitation wechselt auf Sommer 2005 ihren Standort an die Selnaustrasse 9 in Zürich

Zielgruppe

- Jugendliche und Erwachsene (im erwerbsfähigen Alter) mit Störungen durch psychotrope Substanzen (inkl. Alkohol)
- Beratung von Angehörigen und Bezugspersonen

Aufnahmebedingungen

Aufnahmebedingung

- Therapiemotivation
- Stabile und drogenfreie Wohnsituation
- Telefonische Selbstanmeldung
- Aufnahmegespräch (mitzubringen sind Lebenslauf und Motivationsbegründung)
- Therapieplanungsgespräch
- Formulare: Personalien, Anamnese, Schweigepflichtentbindung für vorbehandelnde Stellen gegenüber der TKD für das Einholen von Berichten und Zuweisungszeugnissen

Alterslimite

Volljährigkeit

Ablehnungskriterien

- Akute hochdosierte Alkoholabhängigkeit
- Akute psychotische Zustände, Suizidalität etc., die ein stationäres Setting erfordern
- Instabile, nicht drogenfreie Wohnsituation